LEADER: Förderprogramm zur Regionalentwicklung

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung ländlicher Regionen. Es setzt auf das Engagement der Menschen vor Ort: Gemeinsam werden Entwicklungsziele festgelegt und Vorhaben umgesetzt, die die Region nachhaltig stärken.

In der aktuellen Förderperiode 2023–2027 gibt es deutschlandweit 372 LEADER-Regionen, davon 21 in Rheinland-Pfalz.

In diesem kurzen Video wird auf einfache und klare Weise erläutert, was LEADER bedeutet und wie die Methode zur Regionalentwicklung in ihren Grundzügen funktioniert.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wie kommt LEADER in unsere Region?

LEADER ist Teil der europäischen Förderpolitik für den ländlichen Raum und wird überwiegend aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) finanziert. Ziel ist es, Projekte zu unterstützen, die die wirtschaftliche Entwicklung, den Umwelt- und Klimaschutz sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

Die Umsetzung von LEADER erfolgt auf drei Ebenen:

EU: legt Förderrahmen und Finanzierung fest.
Bund und Länder: setzen die Förderprogramme um.
Lokale Aktionsgruppen (LAG): entscheiden vor Ort über die Auswahl der Projekte.

Wie funktioniert LEADER?

LEADER-Förderung gibt es ausschließlich in anerkannten LEADER-Regionen. Grundlage ist eine Lokale Integrierte Ländliche Entwicklungsstrategie (LILE), die gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt wird.
Das sogenannte Bottom-up-Prinzip steht dabei im Mittelpunkt: Bürgerinnen und Bürger gestalten die Entwicklung ihrer Region aktiv mit.
Vertreten wird die Region durch die Lokale Aktionsgruppe (LAG). Sie vereint Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Vereinen und öffentlichen Einrichtungen, die gemeinsam über die regionale Entwicklung entscheiden.

Von der Idee zum geförderten Projekt –
Wie funktioniert das eigentlich?

Einzelpersonen, Vereine und öffentliche Einrichtungen können sich jederzeit mit einer Projektidee an das Regionalmanagement der LAG Donnersberger und Lautrer Land e.V. wenden. Dort erhalten sie Beratung zur LEADER-Förderung, zur Vereinbarkeit ihrer Idee mit der Lokalen Integrierten Ländlichen Entwicklungsstrategie (LILE) sowie Unterstützung bei der Antragstellung. Projekte werden im Rahmen von Projektaufrufen eingereicht, die ein- bis zweimal jährlich mit einem festgelegten Förderbudget stattfinden. Für die Einreichung sind ein Projektsteckbrief und die erforderlichen Unterlagen notwendig – auch hierbei begleitet das Regionalmanagement die Projektträger während des gesamten Förderprozesses.

LEADER
Nach Ablauf eines Projektaufrufs bewertet der LAG-Vorstand alle eingereichten Vorhaben anhand eines öffentlich einsehbaren Kriterienkatalogs. Die Projekte werden entsprechend ihrer erreichten Punktzahl in ein Ranking eingeordnet und im Wettbewerb um die verfügbaren Fördermittel berücksichtigt. Sobald das Budget eines Aufrufs ausgeschöpft ist, können keine weiteren Projekte gefördert werden. Positiv bewertete Vorhaben müssen anschließend von der zuständigen Landesbehörde bestätigt werden. Erst nach der Bewilligung auf regionaler und Landesebene kann das Projekt umgesetzt werden.